Life Ball 2010

Life Ball 2010Trotz Abbruchs der Eröffnung wurde mit 1,5 Mio. Euro Reingewinn das Vorjahresergebnis übertroffen

Seit 1993 gibt es den Life Ball – seit damals lukriert diese weltweit einzigartige Aids-Charity-Veranstaltung Geld, das es zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen ermöglicht, den Kampf gegen die Ausbreitung von HIV und Aids zu führen und betroffene Menschen direkt zu unterstützen.

In diesen 18 Jahren hat der Life Ball schon vieles durchgemacht – Kritik, Neid und Häme gehören heute schon fast zur Tagesordnung in der Berichterstattung. Für manche wurde er zum „unerträglichen Schicki-Micki-Ereignis“ – einige finden ihn „unbunt und langweilig“ – für andere, die ihn zum ersten Mal miterleben, ist er schlichtweg „Das Highlight“. Nun – jedem sein Standpunkt. Problematisch ist lediglich, dass viele der KritikerInnen in ihrem Sensations- und Promi-Wahn vergessen, worum es eigentlich geht: Bis jetzt hat noch niemand den monetären Erfolg für den Kampf gegen HIV und Aids erzielt, der Gery Keszler, dem Initiator des Balls, immer wieder gelingt. Daran konnte heuer auch der aufgrund des Unwettereinbruchs behördlich verordnete Abbruch der bis dahin wirklich beeindruckenden Eröffnung nichts ändern: 1,5 Millionen Euro stehen für Hilfsprojekte zur Verfügung.

Dass der Life Ball heuer ca. 2 Monate später als sonst über die Bühne ging, hatte seinen Grund darin, dass er die Eröffnung zur XVIII. Internationalen Aids-Konferenz bildete, die von 18.–23. Juli im Messezentrum Wien stattfand. Dieses Treffen ist die weltweit wichtigste und größte Plattform zur Diskussion und Veröffentlichung wissenschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklungen im Bereich HIV/AIDS und versammelte ca. 25.000 TeilnehmerInnen zum direkten Erfahrungsaustausch unter dem Motto „Rights Here, Right Now“.

Viele meinen, Aids und HIV ginge sie nichts an. Sie seien ja weder schwul noch drogenabhängig. Dies ist jedoch ein großer Irrtum: Mehr als 20% der Neuinfektionen 2009 in Österreich kamen durch heterosexuelle Kontakte zustande! Das Ergebnis einer Studie zum Thema HIV und Aids aus dem Frühjahr 2010 ist ernüchternd und erschreckend zugleich: Es herrscht großes Wissensdefizit, Wegschauen und Verdrängen ist für viele die Strategie, mit dieser Problematik umzugehen.

Aids ist zwar behandelbar, das heißt infizierte Menschen können trotz ihrer Infektion oft lange Zeit weiterleben – ähnlich wie mit anderen chronischen Krankheiten. Es ist aber immer noch nicht heilbar – und für viele bedeutet die Krankheit gleichzeitig soziale Isolation, Ausgrenzung und Vereinsamung.

Für uns alle, egal ob hetera / hetero / bi / lesbisch /schwul, gilt eines: Das Vertrauen auf die gängigen HIVTests oder der blinde Gehorsam gegenüber dem alten, sturen und absolutistischen Führer im Vatikan sind vollkommener Schwachsinn! Es gibt nur eine Möglichkeit, sein Sexualleben erfüllt und trotzdem unbeschwert zu genießen: SAFER SEX.

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