Regenbogenparade 2017

Es ist schon eine tradition, dass auch die fetisch- & BDSM-community auf der Regenbogenparade vertreten ist: Wie in den vorjahren hat das team der Libertine Wien wieder einen von menschlichen ponies gezogenen fiaker organisiert, der natürlich besondere aufmerksamkeit auf sich lenken wird und ein beliebtes foto-motiv darstellt (siehe die fotos im bericht) …

“hide” | Latex in der Kunst

Latex ‒ für viele von uns das Synonym für atemberaubende Outfits auf ein- und mehrschlägigen Fetisch- und BDSM-Veranstaltungen.

Dass dieses Latex aber nicht nur menschliche Körper verhüllen, sondern auch Trägersubstanz für Kunst abseits von Mode und Laufsteg sein kann, zeigt die Künstlerin Sevda Chkoutova in einer Ausstellung der Galerie Chobot:

“Sevda Chkoutova ist für ihre großformatigen Papierzeichnungen bekannt. In dieser Werkserie entscheidet sie sich anstelle des Papiers für Latex als Bildträger. Hautgleich spannt er sich über Rahmen oder hängt schlaff von der Wand, als Sinnbild für die äußerste Schicht des Körpers. Erfahrungen, Alterung, die individuelle Lebensgeschichte bilden sich auf ihr ab.

Ein wiederkehrendes Motiv sind Puppen, aktuell nicht als Protagonisten sondern als lebensgroße Basis des bildgebenden Mediums, Projektionsfläche der Beziehung zwischen den Geschlechtern und Ausdruck ideologischer Strömung. Wie Marionetten sind sie dem Leben ausgeliefert, den Einflüssen der politischen und religiösen Systeme ausgesetzt. Tabuisierte Bereiche werden explizit betont und zeichnerisch hervorgehoben. Gegebenheiten, die ein typisiertes Menschenbild insinuieren, rücken in den Hintergrund.”
(Fotos: Sevda Chkoutova / Galerie Chobot)

Sevda Chkoutova

1978 * in Sofia, Bulgarien.
1996‒97 Kunstgeschichte, Neue Bulgarische Universität, Sofia.
1997‒98 Kunstgeschichte, Universität Wien.
1998‒02 Kontextuelle Malerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien (bei Prof. Sue Williams; Muntean/Rosenblum).
Lebt und arbeitet in Wien.
www.sevda-chkoutova.com

Galerie Chobot

„hide“ Raumgreifende Zeichnungen
Ausstellung bis zum 01. Juli 2017 (jeweils Do, Fr und Sa)
1010 Wien, Domgasse 6
www.galerie-chobot.at