Ich wünsch mir was …

ÖffnungszeitenKritische Betrachtung zu einigen “Unarten” der Wiener BDSM-Szene …

Letztens war ich mit einem “Opfer” in einem Lokal und wollte die dortigen Räumlichkeiten für Nadelspiele nutzen. Die Tür zum Hinterzimmerchen blieb jedoch geschlossen, von 21 bis weit nach 01 Uhr früh. Also haben wir die Nadeln am Tisch vorbereitet, und wurden promt mit Naserümpfen und bösen Seitenblicken bedacht. Nicht, dass ich generell im Gastraum spielen würde wollen, aber gesehen hab ich dort schon weitaus unappetitlichere Sachen als Nadeln *g*.

Das Problem ist gar ned so die teilweise Ablehnung von Nadelspielen, als viel mehr das immer immanenter erscheinende Problem der geschlossenen Türe. Es scheint, als ob sie die halbe Woche im voraus schon durch Buchungen diverser Gruppen geschlossen ist und nun durch die vermehrte Nutzung von Päarchen nun auch Freitag und Samstag besagte Türe für alle anderen geschlossen bleibt. Ich weiß nicht genau, wann die Politik der geschlossenen Türe wieder ein Revival erlebt hat, aber ich kann mich an Diskussionen von vor 11 Jahren erinnern, wann und ob die Türe geschlossen werden soll/kann/darf. Und ich glaube mich zu erinnern, dass über lange Jahre am Samstag keine geschlossene Tür zugelassen wurde.

Vielleicht hat sich ja was geändert von dem ich nichts weiss? Vielleicht will man ja die Leute wieder dazu anhalten, im stillen Kämmerchen ganz für sich allein zu spielen?

Vielleicht werd ich auch einfach nur alt und bin zu faul zum Stehen, Warten, Rumsitzen und mich benachteiligt fühlen.

Ist ja ned so, dass es ned andere Möglichkeiten auch gäbe. Vielleicht muss man sich ja an neue Gegebenheiten anpassen. So wie zum Beispiel Gruppen, die einen ganzen Raum für sich okupieren, obwohl bei einer Afterparty bekannterweise alle andern auch ins Lokal stürmen und dann halt leider stehen müssen, weil alle leeren Sessel ja leider schon reserviert sind?

Was mich gleich zu Punkt zwei meiner Überlegungen bringt – den Parties:

Was ich sehr begrüße, ist die Initiative der Jugend.
Was mir mehr Kopfweh bereitet ist, dass bei jeder Party die Veranstalter glauben, sie müssten das Rad neu erfinden, und wie alle Vorgänger sich wundern, wenn die Leute über die gleichen Dinge lästern. Vielleicht lernt jetzt endlich mal jemand ein bissl Kommunikation und fängt ein bisschen zu Netzwerken an – es gibt ja genügend Leute in der Szene, die schon mal Parties organisiert haben – und mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten.

So, aber jetzt bin ich fertig 🙂

Offene Türen, keine Reservierungen bei Großveranstaltungen und eine besser durchgemischte Partykultur – das wünsch ich mir!

liebe grüße
Lady Sabine

10 Kommentare
  1. Peter says:

    Super – Endlich sagt jemand dass was schon lange gesagt gehört. Ja leider hat sich besagtes Lokal in den letzten Jahren mehr und mehr zum Negativen entwickelt.
    LG
    Peter

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  2. Georg says:

    Hm ich glaube es liegt ned allein an besagter Lokalität. Wenn ich mir das Publkum ansehe, bekomme ich immer öfter das kalten Grausen. Wenn denn in der Kammer gespielt wird, latschen die Handakrobaten Pfade nach hinten, quatschen ständig, stehen so dicht dabei um ja jeden Pickel von Subbi sehen zu können, daß man gar keine Luft und Lust hat was zutun,letztens wurde einer von dem Akteur rausgeschmissen, weil der Typ qualmte wie ein Schlot. Bitte was soll das denn? Auch wenn die Tür geschlossen ist , steht ständig einer da und guckt, murmelt was von Entschuldigung, wenn du ihn rausschmeisst.

    Leider ist es das einzige Lokal, das diese Möglichkeiten bietet, meines Wissens nach , in Wien.

    Ok, die Kammerausstattung bedürfte einer Grundrevision, auch die Sanitärinstallation ist ned wirklich uptodate, die Lüftung rumpelt manchmal gewaltig,gg, aber das Kardinalproblem sind die Gäste, die sich ned benehmen können. Stand vor einiger Zeit gezwungener Maßen neben einem Typen, dessen Dusche ihm wahrscheins die Freundschaft gekündigt hat, man konnte ihn schon im 23ten riechen, bevor er in dem Lokal aufschlug.

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  3. Alex says:

    Meine Eindrücke sind sehr zwiespältig bei dem besagten Lokal.

    Sitzen die Mitglieder diverser Stammis, ist die Kammer belegt für den Stammtisch, was ich durchaus nachvollziehen kann.

    Abeer egal wer in der Kammer seinem Vergnügen nachgeht, man tappert wie die Lemminge nach hinten und klotzt wie doof, was da gemacht wird.
    Hab letztens einem die Peitsche um die Ohren gehauen, ups peinlich sorry, abere brauchts ja ned so dicht hinter mir stehen.
    Der nächste wollte es einfach ned lassen mit seiner dämlichen Raucherei in der Kammer.

    Wobei ich hab nix gegen Raucher,aber ned unbedingt in der Kammer.

    Die Pfadfinder werden sich nicht abstellen lassen, weil sie sind schlicht zahlende Gäste und somit auch Bestandsgeber für die, die sich über SpannerSepp und HandKurti ärgern.

    UNd was war noch zu sagen?

    Achja, man verzeihe mir, aber der geschätzte Wiener macht mir in dem Bereich einen gesunden Touristeneindruck, er fordert “all inclusive Bespassung”. Das Lokal möge doch die Animation stellen und wenns geht noch nach den Wünschen des Einzeln ausführen lassen.

    Die technische Auststattung der Kammer hat ein Problem, egal wer die jetzt repariert, in drei Wochen isses genauso wie jetzt. Einfach weils ja ned meins is, gehört ja dem Lokal, wenn was kaputt is werdens die schonmerken, spätettens , wenn einer auf irgendwas ausrutscht und sich verletzt, weil der Vorgänger keinen Arsch in der Hose hatte zu sagen, Hey Wirt , uns ist hinten der Flaschenzug kaputt gegangen, usw.

    Solange nur die 10 € eingefordert werden und kein Pfand fürs ordentliche Hinterlassen der Kammer, macht es wenig Sinn, was neues zu plazieren, bzw das Alte zu renovieren.
    Es steht ne neue Couch drinnen, frag keiner wie die sich auf der Couch aufgeführt haben.

    Ich als Couch hätte nen Buckel gemacht!!

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  4. Fred says:

    Meine Meinung als alter Maso:
    ein öffentliches Lokal hat nicht abgeschlossene Privatheit zu bieten sondern eben Ausstellung und allgemeine Zugänglichkeit – was sonst. Wer es im stillen Kämmerchen wünscht, der/die soll es in den eigenen vier Wänden tun. In diesem Lokal, das jeder hier kennt, nutzt und niemand nennt, verändert halt manchmal seine Kultur – was soll’s?
    Um einverständliche Kontakte zu finden ist es allemal gut und wem’s so nicht gefällt, der muss ja das sog. “Hinterzimmer” nicht nutzen. Mir z.B. wären die hier so verteufelten “Spanner” ziemlich egal oder sogar willkommen – als Exhibitionist, der ich bin. *hihi* Als Voyeur wiederum finde ich mich nicht so sehr zurecht, finde es aber höchst angemessen, wenn im allegemein zugänglichen Bereich auch alles (z.B. Nadeln) gestattet bzw. sogar willkommen ist.

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  5. severin says:

    Die Kommentare sind typisch fürs SMart-Publikum: notgeile Spanner!
    Die Kammer wird als privat zu mieten angeboten, warum die Schnorrer glauben dabei spannen und wichsen zu können, kann ich nicht nachvollziehen.
    Mein Vorschlag: Dresscode und EIntritt im Cafe und das ganze Schnorrer und Spannerpublikum bleibt draussen!

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    • Fred says:

      also, ich finde es so, wie’s eben ist, ganz genau passend. Das SMart ist in seiner Eigen-SM-Art in Wien eh das Einzige und wer es gerade einmal anders braucht, findet mit Sicherheit auch andere Locations.

      Was mich betrifft, so würde ich gerade die sog. “Spanner” einladen, auf mich ihre gierigen Augen zu richten, wenn mich eine echte Sadistin mit Lust zur öffentlichen Selbst-Bestätigung in die Kammer entführt. Leider dürfte es sogar im SMart kaum solche Damen geben. Dekbar wäre es aber und das genügt schon, um dort sich wenigstens an der Erwartung aufzugeilen. “Ehrlichkeit hat die längsten Beine” – und zwischen diesen Beinen bestätigt es sich.

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  6. Fred says:

    …. und außerdem …..
    ich fühle mich bestätigt, sollten meine Kommentare typisch für das SMartCafe sein.

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  7. Martin says:

    Guten Tag!

    Nun – besagte Probleme gibt es wohl überall, wenn es öffentlich ist! Das wird sich kaum verhindern lassen!

    Was aber eine interessante Anregung sein könnte!

    Die Kammer darf bis (maximal) 20 Uhr reserviert bzw. gemietet (und damit verschlossen) sein. Ab 20 Uhr für den Rest der Nacht (oder bis z.B. 24 Uhr) ist sie öffentlich zugänglich. Eine “Benimm-Regel” für die “Zuschauer” könnte man ja im Monitor laufen lassen und vielleicht auch an den Tischen (angehängt an die Speisekarte) auflegen. Darin könnte man ja die dann darauf aufmerkasm machen, dass eine gewisse Diskretion und Abstand wichtig sind um die Spiele nicht zu behindern!

    So eine Lösung würde allen dienen und für ein besseres Miteinander sorgen!

    LG

    Martin
    PS.: Ansonsten finde ich (trotz gewisser Mängel oder Fehler), dass das SMart eine tolle Einrichtung ist!

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