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Frohe Weihnachten

FetishPoint

wünscht allen Leserinnen und Lesern

Fröhliche Weihnachten
&
geruhsame Feiertage

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Und für unsere internationalen FreundInnen:

Besinnlicher Advent …

Nun beginnt sie also wieder. Die besinnliche Adventzeit.

Advent kommt vom lateinischen adventus (Ankunft), eigentlich adventus domini – die Ankunft des Herrn.
Wir BDSMler_innen würden wahrscheinlich adventus dominae – die Ankunft der Herrin – ebenso verwenden. Auch wenn wir uns in katholibanschen Kreisen dafür den Vorwurf der Blasphemie gefallen lassen müssten. Aber glücklicherweise wird das bei uns ja nicht so eng gesehen und wir können aus 2000 Jahren Kirchengeschichte zahlreiche faszinierende Rituale wie “hochnotpeinliche Verhöre”, “Inquisition”, “Folter” und dergleichen unbeschadet in unser lustvolles Treiben integrieren.

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PetPlay versus Sodomie

Petplay versus SodomieSodomie – Sexualität gone wrong?

Gastkommentar von Lady Sabine / Wien

In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Zeitungsmeldungen, die sich mit Sodomie beschäftigten: Pferdeschänder, Schweinevergewaltiger und sogar ein Todesfall nach Schändung seiner Hunde wurden bekannt.

In der Bibel wurde Tiersex als verdammungswürdig und als Todsünde beschrieben. Ganz im Gegensatz dazu sehen wir in der griechischen Mythologie Sex mit Tieren immer in Verbindung mit Göttererscheinungen. So hat Zeus in der Gestalt eines Schwans und eines Stiers sogar für Nachwuchs gesorgt.

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Ich wünsch mir was …

ÖffnungszeitenKritische Betrachtung zu einigen “Unarten” der Wiener BDSM-Szene …

Letztens war ich mit einem “Opfer” in einem Lokal und wollte die dortigen Räumlichkeiten für Nadelspiele nutzen. Die Tür zum Hinterzimmerchen blieb jedoch geschlossen, von 21 bis weit nach 01 Uhr früh. Also haben wir die Nadeln am Tisch vorbereitet, und wurden promt mit Naserümpfen und bösen Seitenblicken bedacht. Nicht, dass ich generell im Gastraum spielen würde wollen, aber gesehen hab ich dort schon weitaus unappetitlichere Sachen als Nadeln *g*.

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Kinderpornografen können sich freuen II

eis-am-stielNeue EU-Richtlinie kriminalisiert sogar
Kunst & Pubertätskomödien

Die nochmalige genaue Analyse der neuen EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Kinderpornografie zeigt, dass die Bewertung vom vergangenen November (wir haben darüber berichtet >>>) noch zu optimistisch war.

Auch Spielfilme, in denen unter 18jährige DarstellerInnen Sexszenen simulieren, müssen kriminalisiert werden. Und die Richtlinie macht keinerlei Ausnahmen für künstlerische Werke.

Übliche Pubertätskomödien werden ebenso kriminell wie beispielsweise der weltbekannte Film “Die Blechtrommel”, der als erster deutscher Spielfilm mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Bestrafen müssen die Mitgliedstaaten nicht nur die Hersteller, Verleiher und Anbieter sondern jeden, der einen solchen Film besitzt. Der Besitz muss mit einer Höchststrafe von mindestens 2 Jahren Gefängnis bestraft werden. In Nordamerika (dem Vorbild für die neue EU-Gesetzgebung) wurde “Die Blechtrommel” seinerzeit ja tatsächlich wegen der Darstellung minderjähriger Sexualität verboten.

Die neue EU-Richtlinie ist sogar so unklar formuliert, dass sie leicht derart interpretiert werden kann, dass sogar Spielfilme kriminalisiert werden müssen, in denen Erwachsene unter 18jährige darstellen und dabei sexuelle Handlungen simulieren (und sei es auch nur eine Masturbation).
Also 2 Jahre Gefängnis für den Besitz eines “Eis am Stiel”-Filmes, obwohl die Schauspieler (in der Realität) alle erwachsen sind?

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Kinderpornografen können sich freuen

Europäische KommissionEU verbietet erotische Darstellungen von Erwachsenen

Eine neue EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Kinderpornografie sieht nicht nur Internetsperren vor sondern verpflichtet die 27 Mitgliedstaaten auch zur Kriminalisierung von Erotika mit Erwachsenen. Verboten wird nicht nur Pornografie sondern jede Darstellung sexueller Vorgänge.

Vielfacher Kritik begegnete der EU-Rahmenbeschluss zur Bekämpfung von Kinderpornografie und der sexuellen Ausbeutung von Kindern (2004/68/JI), den die damals noch 15 Mitgliedstaaten 2004 verabschiedet haben. Denn die Altersgrenze für absolut verbotene “Kinder”pornografie wurde mit diesem Rahmenbeschluss auf 18 Jahre festgesetzt, ohne zwischen Kindern und Jugendlichen zu unterscheiden. Mündige und heiratsfähige 17jährige Jugendliche wurden gleich behandelt wie 5jährige Kinder. In das Verbot einbezogen wurde auch Pornografie mit DarstellerInnen, die wie unter 18 Jahre aussehen.

Auf Grund der Kritik, insbesondere der Sexualwissenschaft, wurden die Mitgliedstaaten schließlich ermächtigt (nicht verpflichtet), in drei Fällen Ausnahmen von der absoluten Kriminalisierung vorzusehen:
1. erwachsene DarstellerInnen,
2. Herstellung und Besitz bloß fiktiver Darstellungen, wenn keine Gefahr der Verbreitung besteht, und
3. Herstellung und Besitz von Darstellungen Jugendlicher oberhalb des jeweiligen nationalen sexuellen Mündigkeitsalters (in Deutschland und Österreich: 14 Jahre) mit Einverständnis des Jugendlichen und zu dessen persönlichem Gebrauch (zB innerhalb einer Beziehung).

Österreich hat von allen diesen Ausnahmen Gebrauch gemacht, Deutschland von den meisten.

Mit der neuen Richtlinie (KOM(2010)94), werden alle diese Ausnahmen gestrichen.
Eine Begründung dafür findet sich in den Erläuterungen der Europäischen Kommission nicht.
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