Nun beginnt sie also wieder. Die besinnliche Adventzeit.

Advent kommt vom lateinischen adventus (Ankunft), eigentlich adventus domini – die Ankunft des Herrn.
Wir BDSMler_innen würden wahrscheinlich adventus dominae – die Ankunft der Herrin – ebenso verwenden. Auch wenn wir uns in katholibanschen Kreisen dafür den Vorwurf der Blasphemie gefallen lassen müssten. Aber glücklicherweise wird das bei uns ja nicht so eng gesehen und wir können aus 2000 Jahren Kirchengeschichte zahlreiche faszinierende Rituale wie “hochnotpeinliche Verhöre”, “Inquisition”, “Folter” und dergleichen unbeschadet in unser lustvolles Treiben integrieren.

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Vienna Calling | Sub Rosa Dictum-Party

Vienna Calling | Sub Rosa Dictum-Party

 

Vienna Calling, Baby! Sieben-elf-fünfzehn.

„Wien, Wien, nur Du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein.“
Klingt es noch in meinen Ohren – wie schön, wie wahr!

„Geben Sie das Signal zum Bewachen aller Ausstiege“ … „Los! Wir steigen hinunter!“¹

In die untere Welt, die alles bestimmt. In die Welt, die Dir sagt, wo es lang geht. Dich an Deinen Haaren zieht und Dich anlächelt, wenn Du zitternd am Boden kauerst. „Da willst Du runter?“ „Frag nicht – frag einfach nicht!“ Dunkelheit legt sich Stufe für Stufe um meine Knöchel, Knie, Hüfte, Brust, Gesicht. Im Rondell windet sich die stählerne Schlange nach unten ins dunkle Nichts. Meine rechte Hand am kühlen Stahl, unregelmäßig, rostig, kalt. Aber das ist der einzige Halt. Die kühle, sonderbar knirschende Führung meiner Hand, die mir die Rundung vorgibt. Tiefer und tiefer in den Schatten. Das Klappern seiner Schritte hinter mir beinahe synchron mit den Meinigen. „Trau Dich ruhig – ich zähle die Stufen, bis wir soweit sind.“ Diese letzten vier Worte drehen sich in meinem Kopf wie die Windungen dieses Treppenmonsters, dessen Schwanz ich mich gerade entlang taste. Oder hin zum Kopf? Bis wir soweit sind, bis wir soweit …

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