Amerlinghaus

Das Amerlinghaus braucht uns!
Und Wien braucht das Amerlinghaus!
Demo am 29.4.2010

Seit 31 Jahren ist das als „das Amerlinghaus“ bekannte Kulturzentrum Spittelberg Freiraum, Treffpunkt, Veranstaltungsort für viele verschiedene soziale Initiativen, politische Gruppen, für basis- und subkulturelle Projekte. Solidarisches Handeln, Heterogenität und Vielfalt, kritisches Denken, eine enthierarchisierte und nicht-kommerzielle Struktur bestimmt die Kultur des Hauses.

Nun ist das Kulturzentrum wie viele andere weitgehend selbst bestimmte, öffentlich subventionierte Projekte im Kultur- und Sozialbereich von einer sukzessiven finanziellen Austrocknung betroffen.
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Wie wir soeben erfahren, hat auch heuer wieder der Streit um spezielle Fetisch-Vorlieben zu Ostern seine Opfer gefordert. Dabei muss es ja nicht immer gleich um Kreuzigungs- oder Folter-Rituale gehen – auch scheinbar harmlose Wünsche können die Situation zum Überkochen bringen …

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Gedanken zur Akzeptanz innerhalb einer Community

Dieser Artikel bezieht sich wohl mehr auf Leute, die den Step ins Reale Leben schon vollzogen haben, Tendenzen dazu finden sich aber auch in den Weiten des Internets.

Jeder, der schon mal im Internet recherchiert hat, was denn so BDSM-mässig in der Umgebung angeboten wird, wird herausgefunden haben, dass es mehr als eine Gruppe, mehr als einen Stammtisch und mehr als einen Partyveranstalter gibt. Das wär ja an und für sich super – man(n) und frau hat eine Wahl. Wo geht man denn nun hin? Und was erwartet einen denn dann? Sind die Leute nett? Die Gruppe gut?

Pauschal gesagt, jede Veranstaltung und jeder Termin ist gut. Aber nur so gut, wie die Leute, die hingehen. Was das heisst? Naja, wenn ich mir zu viel erwarte oder die falsche Erwartungshaltung habe, kann der Event noch so gut sein, er wird mir nicht gefallen. Oder wenn ich auf ein Treffen gehe und die Leute dort haben mit mir so gar nichts gemeinsam, dann werde ich mich nicht wohlfühlen. Was kann man aus diesen Statements ableiten? Es kommt hauptsächlich auf jeden einzelnen an, ob ein Event oder ein Treffen als *gut* empfunden wird. Das gleiche gilt für Online-Foren, Chatrooms und BDSM-Plattformen. Jede ist gut, bietet ein Service an und kann von „allen“ genutz werden. Wofür und in welchem Ausmaß, das liegt am Einzelnen – und ja, es wird immer jemanden geben, der ein Service (vor allem ein Gratisangebot) ausnutzen wird. Da ist jeder Einzelne gefragt, sich am Angebot zu informieren.
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Rechtskommitee Lambda

Blitzentscheidung: Höchstgericht maßregelt Innenministerium im Eilverfahren

Rechtskomitee LAMBDA: „Amtsmissbrauch muss Konsequenzen haben“

In einer sensationell blitzartigen Entscheidung hat der Verwaltungsgerichtshof den Bescheid des Innenministeriums aufgehoben, mit dem – höchstgerichtlichen Erkenntnissen zum Trotz – von einer transsexuellen Frau die Entfernung der Genitalien verlangt wurde. Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle sowie transidente Frauen und Männer, fordert Konsequenzen für den im Innenministerium begangenen Amtsmissbrauch.

Der Verwaltungsgerichtshof hat im Vorjahr den vom Innenministerium etablierten Operationszwang für transsexuelle Frauen wiederholt als rechtswidrig erklärt ((VwGH 27.02.2009, 2008/17/0054; VwGH 15.09.2009, 2008/06/0032; ebenso zuletzt der Verfassungsgerichtshof: VfGH 03.12.2009, B 1973/08).

Das BMI beharrte in offenem Widerstand gegen das Höchstgericht dennoch hartnäckig darauf und verweigerte einer transsexuellen Frau die Anerkennung in ihrem neuen Geschlecht, obwohl sie zweimal vor dem Verwaltungsgerichtshof erfolgreich war und das Innenministerium gesetzlich verpflichtet ist, dem Verwaltungsgerichtshof zu folgen.
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