Der letzte Schrei
Zweite Haut: Wieso Latex jetzt tageslichttauglich ist

Kim Kardashian machte in Paris klar, dass das glänzende Material nicht im Fetisch-Shop verstauben sollte

Kolumne in DerStandard > Lifestyle
Anne Feldkamp, 12. März 2020, 08:00

„… Kardashians Auftritte (während ihres Paris-Aufenthalts tauchte sie außerdem in einem tofuwürstchenfarbenen Modell von Balmain auf) unterstrichen, was sich bereits während der Fashion Week abgezeichnet hatte: Einst lagerte Latex in den Regalen von Fetisch- und von Sexshops, nun ist das Material tageslicht- wie laufstegtauglich …“

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DerStandard LifeStyle

 

 

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1 Kommentar
  1. Kunstsinnig sagte:

    Vorweg, Ökologisch und Ökonomisch sehr zu begrüßen, sofern es in Europa hergestellt wird, und nicht in Asien und Fernost, dazu kommt noch die lange Lebensdauer, Bekannte hat in ihrer Garderobe ein Teil das 30 Jahre alt ist, das ist gleichzeitig ihr älteste Fetzten inzwischen. Gegen langläufige Meinung ist es auch sehr stabil, wobei es durchaus bei den Rohstoffen erhebliche Unterhemde gibt.

    Der Nachteil ist das Silikon, um das kommt man nicht hin, und das muß inzwischen als kritisches Umweltproblem gesehen werden, es kann in den Kläranlagen nicht abgebaut werden und landet direkt in die Weltmeere. Rechnet man nach – die EU hat etwa 500.000.000 Einwohner, macht 250.000.000 Frauen, wenn 1 Prozent der Frauen das tragen sind das 2.500.000 Frauen wird mit 30 ml gewaschen und gepflegt das jede Woche einmal kommen 3.900.000.000 ml im Jahr heraus, das sind 3.900.000 Liter oder 163 Tanklastsattelschlepper die in die Weltmeer gekippt werden.

    Genau wegen dem Problem wäre es mir lieber gewesen die Modewelt wäre nicht auf die Idee gekommen und Latex weiterhin nur eine Nischenprodukt im Fetisch, schlafende Hunde soll man nicht aufwecken, sie bellen nicht nur sondern beißen auch, und daran können Latexliebhaberinnen ganz sicher kein Interesse haben.

    Da braucht es dringendst alternativen die ökologisch vertretbar sind, sollte sich das durchsetzten, die Sache ist nicht ganz Hoffnungslos, anbieten würden sich diverse Paraffinöle, oder Mehrfachalkohole etc… dahingehend frage ich mich auch wie es früher gehandhabt wurde, Latex wurde schon verwendet als Silikonöl noch ein Fremdwort war.

    Grundsätzlich es ist nicht der erste Versuch Latex in die Modewelt zubringen, bisher sind alle Versuche gescheitert, das wird auch diesmal nicht anders sein, und Gründe dafür gibt es einige.

    1. Der extreme Reinigungsaufwand, das Zeug kann man einfach nicht in die Waschmaschine stecken, Frau kommt nicht umhin das mit der Hand zu reinigen und zu pflegen. Und das ist nach jedem Tagen notwendig, Latex kann einfachen nicht nach dem Tragen in den Kasten gehängt werden. Das was hier Kim Kardashian trägt braucht gut und gerne 45min. Und das kann auch nicht auf den nächsten Tag aufgeschoben werden, sonnst hat Frau schöne elegante Wasserflecken, wer hat nach einer schönen Partynacht um 3:00 morgens noch Lust Klamotten zu reinigen?

    2. Die Schweißbildung sollte auch erwähnt sein, es ist Peinlich wen dieser bei den Händen und Leggins unten herausrinnt, Kim Kardashian hätte ich eher eine Strumpfhose empfohlen, der Nachteil ist – die Reinging noch schwieriger und aufwendiger wird.

    3. Ein Laufmasche ist zwar peinlich aber keine Weltuntergang, in Latex wird das ein eleganter durchgehender Riss, in einer Fetischparty löst so etwas Gelächter aus, wenn das in einem Nobelhotel passiert ist das eine andere Geschichte.

    4. Die UV Empfindlichkeit sollte ebenso erwähnt sein,

    5. Ohne Maßanfertigung geht in Latex so gut wie nichts, die Modewelt kann das Zeugs nicht in Massen und Standardgrößen herstellen, dazu kommt dann noch ein eklatantes Problem beim probieren. Wie das die großen Labels handhaben wollen sei mit bitte erklärt.

    Das sind die Gründe warum ich den jetzigen Versuch Latex in die Modewelt zu bringen im wahrsten Sinn des Wortes feuchtnasse Träume sind und bleiben..

    Ganz generell ist Latex sehr stabil, gut gepflegt hält das über Jahrzehnte, ganz im Sinne von Nachhaltigkeit in Zeiten von “Fridays For Future,” wäre da das Problem mit dem Silikon nicht!

    Vom gesundheitlichen und ökologischen Aspekt, es ist alles besser als Baumwolle und Naturfaser, das Baumwolle überhaupt tragbar wird, muß die Naturfaser chemisch derart vergewaltigt werden, das ohnedies nicht mehr von Naturfaser gesprochen werden kann, und die notwendigen Zusätze sind nicht einpolymerisiert, sondern wandern kontinuierlich aus dem Material heraus, mit jedem Schweißtropfen mit jedem Tragen nimmt man das Zeugs über die Haut auf, von den fatalen ökologischen Folgen der Baumwollwirtschaft ganz zu schweigen. Der Einwand es gibt ja Biobaumwolle, sorry, vergesst es, das funktioniert im Lebensmittelbereich sehr gut, ein Nachvollziehbarkeit ist defakto unmöglich, von dem abgesehen das Ökobaumwolle genau so eine Umweltdesaster ist wie konventionelle Baumwolle. Wobei Latex in diesem Kontext als Kunststoff gesehen wird, korrekt ist es eine Naturprodukt!

    Ergänzender Hinwies noch auf die Chlorierung, ist allerdings nur eine alternative für Allergiker, obwohl das Problem mit dem Siliconöl sich dann erübrigt.

    Klargestellt ist auch, Kunststoff ist nicht von vornherein schädliche, wir könnten ohne Plastik gar nicht leben, weil wir schlicht zerfallen würde, es kommt auf die Zusammensetzung des Kunststoff an.

    Abschließend eine nette Anekdote, Werbeagentur wollte Ladys für Promotenzwecke in Ganzanzüge stecken, inklusive eingearbeiteter Handschuhe, schaut ja sehr elegant aus, wie das endete bei 30 Grad im Schaden in praller Sonne, bleibt der Phantasie des Leser überlassen…

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