Madame Morgenroth | Feminisierung

„Unter Feminisierung versteht man ein erotisches Rollenspiel,
in dem ein Mann durch Kleidung und Verhalten in die Rolle einer Frau schlüpft.“

Die feminisierung findet oft versteckt statt, indem zum beispiel unter der straßenkleidung damenwäsche, damenstrümpfe und strapse getragen werden. Manchmal ist fetischkleidung, beispielsweise korsett oder latexwäsche eine weitere ausdrucksform. Der wechsel zu damenkleidung und -schuhen, das tragen von schminke etc. kann bestimmten vorbildern folgen. Eine variante ist die sexualisierung des weiblichen rollenbildes, beispielsweise durch überzogenes make-up, aufreizende kleidung oder hohe schuhe.

Madame Morgenroth | FeminisierungBei der dauerhaften feminisierung wird oft von den feminisierten männern die haushaltsführung übernommen und die partnerin bzw. der partner wird zum dominanten teil der beziehung. In diesen beziehungen spielt auch häufig das thema cuckold und keuschhaltung eine rolle, weil oft erst durch die sexuelle entmännlichung eine vollständige identifikation erfolgt. Hierbei werden auch weibliche verhaltensweisen eingeübt und übernommen, ein weiblicher name verwendet und für das äußere erscheinungsbild wird häufig ein extremes zerrbild der weiblichkeit verwendet. Passiver analverkehr, evtl. unter zuhilfenahme eines strapons, aber auch durch männer, kann teil der angenommenen geschlechterrolle sein.

Die zwangsfeminisierung erfolgt zwischen zwei „zuerst” einvernehmlichen partnern. Im vordergrund stehen hierbei unterwerfung, andererseits können auch erniedrigung und demütigung eine gewichtige rolle spielen, insbesondere unter einbeziehung der öffentlichkeit. Der prozess der zwangsfeminisierung beinhaltet neben dem tragen von kleidung und make-up, welche der dominante partner vorschreibt und auswählt, auch das anordnen geschlechtsspezifischer verhaltensweisen. Dabei werden oft klischeehafte und übertriebene frauenbilder als vorbild genommen. Beispielsweise soll durch das auftreten in der öffentlichkeit in extrem kurzen röcken, hohen schuhen und dem stark überschminkten gesicht eine prostituierte nachgeahmt werden und die erniedrigung des feminisierten dadurch verstärkt werden. Neben dem bild der eleganten und damenhaften erscheinung und der eher nuttig wirkenden schlampe ist die zofe ein sehr beliebtes rollenbild.

 

Fassen wir aus meiner sicht einmal zusammen

  • zuerst erfolgt, wie in jedem bdsm-kontext, die freiwillige entscheidungMadame Morgenroth | Feminisierung
  • nach und nach wird feminine kleidung im alltag gewohnheit
  • keuschhaltung ist ein absolutes muss, am besten durch einen kg, der schwanz und eier nicht einmal mehr erkennen lässt
  • schminken, das laufen in highheels, weibliches auftreten, etc. muss erlernt werden
  • der dominante part hat nun die absolute kontrolle über den feminisierten part in der beziehung – ungehorsam, widerspruch, herumgezicke, etc. werden nicht mehr geduldet
  • der feminiserte part muss, neben seinen beruflichen aufgaben auch alle aufgaben im haushalt übernehmen
  • der dominante part hat das recht sich einen „richtigen mann” zu halten
  • der feminisierte part kann erniedirgt, gedemütigt, nach belieben bestraft werden – auch in der öffentlichkeit
  • der feminiserte part kann als prostituierte arbeiten oder auch anderweitig benutzt werden – als vermietbares dienstmädchen, als arbeitssklavin, als lustobjekt, oral und anal, …

Wie erwähnt, die entscheidung sich feminisieren zu lassen, hat freiwillig zu erfolgen, was danach passiert liegt allerdings nicht mehr in den händen dieser schlampe – warum auch nach all der arbeit, die frau investiert.
:-)

6 Kommentare
  1. SchwanzNutte sagte:

    Hallo,

    meine Neigung zur Feminisierung wurde vor vielen Jahren zufällig geweckt. Danach hat mich ein Paar begonnen mich in diese Sache einzuführen. Dabei habe ich auch eine bi-Neigung festgestellt, daher macht es mir sehr viel Spass meinen engen Po als „Hure“ anzubieten.

    Am tollsten ist es, wenn man von einer Dame gestylt und vorbereitet wird um anschließend von einem Mann vor ihren Augen genommen zu werden. Aber es gibt auch viele andere Spielarten. Man kann hier sehr variieren. Strapse Dessous unter der normalen Kleidung in der Öffentlichkeit hat einen extremen Reiz.

    Aber leider findet man sehr schwer Paare oder Damen die dies sehr gekonnt machen können und einen weiterführen. Habe auch schon hier inseriert, aber leider ohne Erfolg. Eine Dauerfreundschaft ist in so einer Sache sehr von Vorteil. Da man sich so Schritt für Schritt weiterentwickeln kann.

    Liebe Grüße
    SchanzNutte

    Antworten
  2. Archimed sagte:

    Sehr geehrte Madame Morgenroth,

    Einfach nur faszinierend.
    Ich liebe ihre Artikel (wiewohl Feminisierung nich unbedingt „mein“ bevorzugtes Thema ist),
    die Art wie Sie die Überlegenheit der Frau es als ganz selbstverständlich beschreiben, die Wortwahl und die besonders die Keuschhaltung!

    Danke, danke, danke für die Einblicke in die Sicht- und Denkweise einer (absolut) dominanten Madame.

    Antworten
  3. micky sagte:

    MADAME MORGENROTH
    der Artikel „FEMINISIERUNG“ ist ser gut und zieht mich ganz fest an.
    Der KG ist aber immer eine SChwachstelle. Der in IHREM Beitrag abgelichtete KG sieht aber wirklich ganz toll aus.
    Darf ich fragen, wo dieser KG erhältkich ist?
    Ich wünsche alles Gute und immer viel Spass.
    micky

    Antworten
  4. Kunstsinnig sagte:

    Ein faszinierender Artikel, sich erst mal als Dragqueen versuchen, ist ohnedies Arbeit genug, das hinzubekommen, realistisch mindestens eine Jahr.

    Das kann auch in einer Partnerschaft ausgelebt werden mit seiner Lebenspartnerin , Ehefrau, klares Ziel sollte ein gemeinsamer Opernbesuch, Ballbesuch sein, ohne das die Umgebung über die Verwandlungskunst etwas merkt.

    Klarzustellen ist, es handelt sich um Kunst, und hat überhaupt nichts mit BDSM und LGBTI zu tun. In der Phase ist en Keuschheitsgürtel mehr hinderlich als nützlich, korrekt das Tragen von Miederslip und Suspensorium.

    Etwas mehr in Richtung LGBTI und BDSM geht dann die Verwendung von Transslips, sie sind nicht billig, damit ist ebenso Sexualität zu erleben, die etwas andere Art, in der Phase kann dann durchaus eine Keuschheitsgürtel Sinn machen, das MannIn sich dem nicht entledigen kann. Damit ist auch ein Geschlechtsverkehr mit Männern möglich, ebenso kann mit seiner Panterin, sofern Sie darauf eingeht auch eine “lesbische” Beziehung ausgelebt werden.

    Letztendlich sollte eins klar sein, MannIn bleibt Mann, da helfen alle Verwandlungskunst nichts, ein Umformung geht nicht, und selbst bei einer geschlechtsanpassenden Operation nur sehr begrenzt, dabei ist auch zu bedenken das einem die Vorgeschichte fehlt, oft vollständig, die frühste Kindheit, der Kindergarten, die Volksschule das alles hat eine männliche Prägung, die wird Man(n) nicht los, und lässt sich auch nicht mehr nachholen. Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr.

    Ausnahme bildet eine Geburt als Zwitter, und eine voreilige Entscheidung zu einer anpassenden Operation als Junge, das kann schon in der frühsten Jugend massivste Problem machen und endet oft genüg tragisch.

    Was von käuflicher Domina zu halten ist, eher nichts, Keuschheitsgürtel hat erst in er einer Beziehung Sinn, die gesamte sexuelle Kontrolle abzugeben, dabei kann das durchaus auch gegenseitig ausleben, nur das geht nicht einer Spielstunde, sondern ist ein Spiel auf Zeit,Wochen, Monate Jahre, und wird so letztendlich zur Kultur.

    Ebenso schnell mal in Frauenkleider gesteckt, ein bisschen Schminke darüber, mit einem Fetzen Putzfrau spielen, sorry, schade um die Zeit, es gibt andere Möglichkeiten wo eine Domina durchaus Sinn macht und seine Reize hat, die Feminierung gehört eher nicht dazu.

    Was an Equipment ebenso notwenig ist, die Perücke, Frauenharre sind anders als Herrnhaare, an passenden Perücken führt kein Weg vorbei.

    Ebenso sei noch erwähnt, es gibt wunderbare Masken die eine Transformation erheblich erleichtern können, hier ist allerdings darauf hingewiesen die Grenzen, das Gesetzt verbietet sie im öffentlichen Raum, derartiges fällt unter das leidige Burkaverbotesgesetz, einer der vielen Gründe diese Gesetzt dort hin zu schicken wo es hin gehört, zum Teufel damit…

    Selbst wer sich nur als Dragqueen beschäftigen will in einer Partnerschaft wird Psychotherapie Sinn machen, und ist als Chance zu verstehen, von dem auch sehr viele Künstler gebrauch machen, und richtig verstanden ist Dragqueen in erste Linie mal Kunst, nichts mehr.

    Dragqueen ist Kunst und ein Chance seinen Horizont zu erweitern, so wie es jede Art von Kunst macht, in BDSM um das es hier ja geht, können alle drei Varianten ausgelebt werden, sowohl als Domina, als Sub oder eben auch in Switch.

    Abseits von all dem wäre noch eine Zugang über Queer Tango zu nennen, deren Ursprung um 1900 zu finden ist.

    Kunstsinnig

    Antworten
    • Madame Morgenroth sagte:

      Hallo Kunstsinnig,
      ich finde deinen Text wunderbar, vor allem die Differenzierungen, die du beschreibst.

      Beim Thema Keuschhaltung stimme ich dir zu. Das funktioniert nur, wenn sich der Keuschling längerfristig seiner Schlüsselherrin anvertraut (gilt ebenso für weibliche Keuschlinge und männliche Schlüsselherren).
      Ich selbst biete ja auch (bezahltes) Keyholding auf Entfernung an und erwarte in diesem Fall immer eine mindestens 3monatige Bindung an mich.
      Madame Morgenroth

      Antworten

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